Auf dem Pfad der Lebensreise: Im Gespräch mit Benedikt Ahlfeld

Wir haben diesmal den Trainer und Coach Ben Ahlfeld zum Thema Glück und Reisen interviewt. Mehr Informationen zu seiner Person finden Sie hier: www.BenediktAhlfeld.com
AZG: Hallo Herr Ahlfeld, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen. Sie sind ja oft nur schwer zu erreichen?

Benedikt Ahlfeld: (lacht) Danke auch! Ja es stimmt schon, momentan bin ich unterwegs in den Ausläufen des Himalaya in Indien, da gibt es nicht jeden Tag Internet.

AZG: Wie gefällt Ihnen das Land?
Benedikt Ahlfeld: Was für eine spannende Kultur, was für tolle Menschen. Besonders der Norden hier, eben mit den Ausläufen des Himalaya, hat es mir angetan – Rishikesh als Zentrum aller Menschen, inländische Pilger wie ausländische New Age Fanatiker hat seine ganz eigene, faszinierende Ausstrahlung. Eine Energie, die spürbar ist und ganz anders in ihrer Art als das hektische Treiben der großen Städte wie Neu Delhi oder Mumbai.

AZG: Ist Reisen für Sie ein wichtiger Bestandteil wenn es um ein glückliches Leben geht?
Benedikt Ahlfeld: Absolut. Das Reisen in ferne Länder gehört für mich mittlerweile fest zu meinem Lebensrhythmus, ist quasi ein Pfad meiner Lebensreise.

AZG: Wo waren Sie schon überall?
Benedikt Ahlfeld: Europa, Amerika, Asien, Afrika… (lacht) die Liste ist lang. 2010 war ich etwa in Japan meinem Wunsch nach einer einsamen Pilgerreise nachgekommen. Ein tolles Gefühl, in jedem Moment frei entscheiden zu können. Gefällt mir das Restaurant? Wenn ja, bleibe ich. Ist das Essen nicht mein Geschmack geht’s auf ins nächste Lokal. Hotel zu teuer oder das kleine Onsen gerade geschlossen? Kein Problem, Rucksack nehmen und weiter geht’s.

AZG: Was war eines Ihrer schönsten Erlebnisse in Japan?
Benedikt Ahlfeld: Besonders spannend war es für mich, innerhalb von drei Wochen drei Jahreszeiten zu erleben: Den Frühling mit seinen Kirschblütenbäumen in Tokio und Kioto, Hochsommer mit Badehose und Tauchen in Okinawa und den Winter mit Skipisten und dampfenden Freiluft-Onsen (vulkanisches Thermalwasser) in Nagasaki.

AZG: Was für Menschen treffen Sie auf Ihren Reisen?
Benedikt Ahlfeld: Im Februar 2011 erinnerte mich in Thailand, genauer in der Nähe der Andaman Inseln, ein Refrain des Songs „Everybody is Somebody“ von Lifehouse an ein typisches Glaubensmuster vieler Touristen. Ich selbst bin früher auch gereist mit der Einstellung, dass ich im Außen neue Teile meiner Persönlichkeit „finde“, also aufgezeigt bekomme und dann erkennen und annehmen kann. Das typische Verlassen der Gewohnheitszone eben.

AZG: Das Verlassen Ihrer Komfortzone ist also auch ein glückliche Erfahrung für Sie? Weil vielen ist das meist unangenehm.
Benedikt Ahlfeld: Natürlich war es toll, so ganz alleine für 3 Wochen unterwegs zu sein: Ich habe nur getan worauf ich Lust hatte und wenn mir etwas nicht gefallen hat, habe ich es sofort beendet und etwas Neues getan. Gleichzeitig habe ich auch gemerkt, wie schön es ist, von Menschen umgeben zu sein, die man liebt bzw. deren Liebe man erwidern kann.

AZG: Aber wie kann man lieben wenn man nicht mit seinen Liebsten reist? Ist man dann nicht einsam?
Benedikt Ahlfeld: Der Refrain aus dem Song, bekannt geworden glaube ich durch den Film „Sehnsüchtig“, lautet auf: „Es ist einfach du selbst zu sein, wenn niemand um dich ist.“ Das trifft den Nagel meiner Meinung nach auf den Kopf. Viele Touristen suchen nach Erfahrungen im Außen und vergessen dabei ganz auf die Erlebnisse im Innen. Es ist doch so: Jeder Mensch weckt in uns eine andere Seite unseres Selbst. Anstatt uns wie Yogis in Askese zu begeben und jahrelang den Kontakt zu anderen zu meiden, nur um in Kontakt mit dem „Innen“, dem Göttlichen in uns, zu kommen, halte ich für übertrieben. Besteht die eigentliche Herausforderung nicht gerade eben darin die innere Balance auch im Außen zu leben? Gerade dann, wenn andere Menschen um uns sind, dennoch wir selbst zu sein! Vielleicht nicht immer perfekt, das meine ich gar nicht. Sondern einfach „bei uns“, in einem zentrierten Zustand der entspannten Gedanken… eben ein Leben im Flow. „Jeder Ort ist nur so gut, wie die Menschen, die du dort kennst“, so sagen wir ja.

AZG: Was uns zu unserer eigentlichen Frage führt: Was bedeutet Glück für Sie?
Benedikt Ahlfeld: Ich bin im Innen zu Hause; egal wohin ich gehe, ich bin angekommen. Doch es gibt nichts Schöneres als durch liebe-volle Menschen jene Seiten an mir aufgezeigt zu bekommen, die mir am Besten an mir gefallen – Und ihnen dieses Geschenk zurückzugeben. Das bedeutet Glück für mich.

Mayareise in Mexico 2012

Mayareise in Mexico 2012

AZG: Ein schöner Satz! Dann bedanken wir uns im Namen unserer Leser ganz herzlich für das Interview und wünschen eine gute Reise. Wo geht es denn als nächstes hin?
Benedikt Ahlfeld: Ich bedanke mich ebenso! Die nächste Reise führt mich mit einer intimen Kleingruppe und der Schamanin Gabi Veiser auf eine spirituelle Entdeckung nach Mexico. Dort werden wir u.a. verlassene Tempel erkunden und eine Sitzung mit dem Ältestenrat der Maya erleben. Klingt etwas esoterisch, ist aber eine wirklich fantastische Möglichkeit die eigene Gewohnheitszone zu erweitern und sich selbst im Innen und Außen besser verstehen zu lernen. Mehr Infos gibt es übrigens auf www.mexicospirit.de

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