Ziele setzen und erreichen

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In vielen Klassikern der Erfolgsliteratur (beispielsweise bei Brian Tracy, Zig Ziglar und Tony Robbins) wird eine wissenschaftliche Studie zitiert, die an der Universität in Yale im Jahr 1953 zum Thema Zielerreichung durchgeführt wurde.

Damals wurden alle Studienabgänger danach gefragt, ob Sie sich Ziele gesetzt hätten. 3% der Abgänger hatten demnach tatsächlich schriftliche Ziele festgelegt. Nach 20 Jahren wurde dieser Jahrgang wieder befragt, und es wurde festgestellt, dass diese 3% ein größeres Vermögen besaßen als die restlichen 97% zusammen! Damit war der Beweis erbracht, dass schriftliche Ziele helfen, erfolgreich zu sein. Eine interessante Untersuchung, sie hat allerdings einen winzigen Schönheitsfehler: sie wurde niemals durchgeführt! Es gibt keinerlei Information über die ursprüngliche Studie, nicht einmal in Yale selber. Eine klassische urban legend also. Interessanterweise deckt sich die Studie mit den Ergebnissen der Harvard-Universität aus dem Jahr 1979. Es wurde dasselbe gefragt, 3% hatten Ziele, nach 10 Jahren hatten diese mehr verdient als die anderen 97% gemeinsam. Auch diese Studie wird erwähnt (z.B. bei Lothar Seiwert), – doch auch sie war nie durchgeführt worden. Wie schade, da will man wissenschaftlich beweisen, dass schriftlich formulierte Ziele tatsächlich zum Erfolg beitragen – du wirst es ja bald selbst erleben – doch alle Belege erweisen sich als falsch.

Auch Gail Matthews von der Dominican University of California war wohl von diesen mysteriösen Studien enttäuscht und hat deshalb kurzerhand selbst eine durchgeführt. Sie hat zwar keine langfristigen Ergebnisse wie die angeblich durchgeführten aus Yale und Harvard, doch sie konnte Folgendes beweisen:

  • Ziele werden eher erreicht, wenn Rechenschaft über die Fortschritte abgelegt wird (beispielsweise gegenüber einem Freund).
  • Wer sich öffentlich zu einem Ziel verpflichtet, erreicht es eher (erhöhtes Commitment).
  • Schriftliche Ziele werden eher erreicht als nicht-schriftliche.

Gail Matthews konnte damit den positiven Effekt der drei klassischen Instrumente der Zielerreichung nachweisen: Rechenschaft ablegen, öffentliche Verpflichtung und Schriftlichkeit. Die Zusammenfassung der Studie findest du noch immer im Original online: http://www.dominican.edu/academics/artssciences/natbehealth/psych/faculty/ fulltime/gailmatthews/researchsummary2.pdf

NLP versucht jedoch keineswegs wissenschaftlich zu sein, auch wenn viele Kritiker oft genau das am Modell bemängeln. Tatsache ist, da jeder Mensch seine eigene Realität hat und auf eine ganz besondere Art und Weise funktioniert, dass nicht dieselbe Technik bei unterschiedlichen Menschen zum immer gleichen Ergebnis führt. Vielmehr verfolgt NLP den Ansatz, genau jene Lösung zu finden, die bestmöglich für die einzelne Person passt und nicht für die breite Masse.

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Es ist also ein individualistisches Werkzeug, im Vergleich zur Medizin, die ein kollektivistisches Werkzeug zur Problemlösung darstellt. Nichtsdestotrotz sind einige Teilgebiete des NLP wissenschaftlich anerkannt, weil sie entweder ihren Ursprung in der Psychologie oder Therapie hatten oder weil sie auf Grund ihrer ausgezeichneten Wirksamkeit darin Eingang gefunden haben.

 

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