3.2 Rapport

me9dc6i1_8i-london-scoutDie Kalibrierung ist die Feineinstellung, mit der du dich auf dein Gegenüber einstimmst. Dich auf jemanden zu kalibrieren, bedeutet nichts anderes, als dich auf dein Gegenüber und die neue Situation einzustellen – in der Art des anderen zu sprechen, zu denken, also all die nonverbalen Signale, die er aussendet, zu erkennen und dadurch die Möglichkeit zu haben, diese zu spiegeln. Dazu gehört auch der Rapport, also die Sympathie, die zwischen euch besteht. Ebenso eine ähnliche Körperhaltung, Mimik, Gestik – sprecht ihr dieselbe (Körper-)Sprache? Du stellst dich auf nonverbale und auch verbale Signale ein, die dein Gesprächspartner dir sendet. Die Kalibrierung erlaubt es dir, dich in den anderen einzufühlen, zu spüren, was er wahrnimmt und wie er zum Beispiel euer Zusammensein empfindet. Du musst dich auf jeden Menschen in jeder neuen Situation neu einstellen. Das heißt: Kalibrierung begleitet dich durch dein ganzes Leben. Sie hilft dir, deine Umwelt besser zu verstehen.

Unter Rapport versteht man eine gemeinsame Basis des Vertrauens und der Sympathie. Diese entsteht besonders schnell, wenn zwei Menschen aufeinander treffen, die einen ähnlichen Status haben. Dadurch ergibt sich eine klare Hierarchie (je nach Gesprächsrichtung), mit der auch beide zufrieden sind. Natürlich können beide gleichberechtigt sein, meist übernimmt jedoch der die Führung, der den höheren Status hat. Unsere Kommunikation wird also essentiell von den nonverbalen Signalen bestimmt, die wir völlig unbewusst senden. Um die Kommunikation wertvoller und gelungener zu gestalten, empfiehlt sich eine Selbstreflektion (erinnere dich an die vier Stufen der Kompetenz). Rapport erkennst du daran, dass eine Gleichheit der Körperhaltung und im Verhalten entsteht. Paare oder Freunde gehen beispielsweise im Gleichschritt und wenn der eine zum Glas greift, trinkt der andere auch einen Schluck, obwohl er gar keinen Durst hat. Je besser sich zwei Menschen verstehen, desto ähnlicher wird auch ihre Körpersprache. Entweder passt sich einer an sein Gegenüber an (jener mit Hochstatus) und lässt sich führen, oder beide nähern sich gegenseitig an. Der Prozess dieser Angleichung wird als spiegeln oder „pacing und leading“ bezeichnet.

Übung: Rapport

Diese Übung kannst du nur mit einem Partner durchführen: stellt oder setzt euch gegenüber voneinander hin und sucht euch vorab 2 Themen. Eines, bei dem ihr absolut einer Meinung seid, und eines, bei dem ihr völlig gegensätzlicher Meinung seid. Geht nun gemäß der Reihenfolge 1 bis 4 unten in der Grafik die Themen durch, jeweils mit gleicher und ungleicher Körperhaltung.

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Was habt ihr bemerkt, was hat sich verändert? Wahrscheinlich war es schwieriger, bei unterschiedlicher Körperhaltung einer Meinung zu sein und einfach, dem anderen bei gleicher Körperhaltung zuzustimmen.

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